Einfach und gesund leben

Ja, wie soll man das machen wenn man grad in der heutigen Zeit
erst anfängt, sich darüber Gedanken zu machen.
Pure „Handarbeit“ ist gefragt.

Viel lesen, sammeln, trocknen und probieren.
Dies hilft dabei, zu verstehen wie was schmeckt, was funktioniert oder auch nicht.
Nicht jedes Familienmitglied mag beispielsweise den Geschmack von Löwenzahn. Und auch nicht jeder vermag sich mit den heilenden Eigenschaften von Pflanzen auseinanderzusetzen.

Vieles ist heutzutag „über das Internet“ leicht zu finden. Man muss nur immer bedenken, dass das Internet ein Raum ist, in dem fast jeder seiner „Meinung“ freien Lauf lassen kann. Man sollte also wenigstens darauf achten, dass man möglichst viele verschiedene Berichte liest. Nicht alles stimmt was geschrieben steht.
Es gibt einige Seiten, die sich sehr ausführlich mit Pflanzenbeschreibungen, Heilwirkung und Anwendungsgebieten befassen. Ich denke, ich darf sie hier nennen, meine Lieblingsseite hierfür ist: heilkraeuter.de

Wenn man gelesen hat, ist das sammeln dran. Wenn man anfängt, sich mit Wildkräutern zu beschäftigen, sollte man das was man probieren möchte, nur in kleiner Menge sammeln um es zu probieren.
Fast alle Wilkräuter haben einen recht eigenen Geschmack den unsere „abgestumpften“ Geschmacksnerven – am Anfang – als zu bitter empfinden.
Den Anfängern empfehle ich gern mit leichten Sachen anzufangen.

Besonders mild im Geschmack sind z.B. Vogelmiere (schmeckt leicht wie grüne Erbsen oder ganz junger Mais) bei der man die komplette frische Pflanze essen kann, direkt aus der Erde oder dem Blumentopf. Man kann sie in einen Smoothie zufügen (ACHTUNG: sehr klein schneiden, die Stengelchen wirken zwar zart, haben aber enorme Kraft und wickeln sich im Mixer um den Zerkleinerer bis er qualmt!!! Mindestens in 1 cm Stückchen oder nur die Blätter nehmen … Starke Pflanze!)

Was noch recht mild vom Geschmack her ist, ist Franzosenkraut oder auch Knopfkraut.
Malvenblätter, oder auch die Blätter der Linde.

Sie alle können (ca. 1 Hand voll) einfach Salaten zugegeben werden, kleingehackt mit evtl. etwas Salz auf ein Butterbrot gegessen werden oder eben dem morgendlichen Smoothie zugefügt werden.

Smoothie-Grundmischung ist bei mir meist:
1/2 Salatgurke
1 Apfel oder Birne
1 Banane

Hinzufügen kann man eigentlich alles an Obst und sonstigen Früchten was man möchte.
Chlorella-Pulver, Weizengras-Pulver, Natur-Zeolith, Öle, Haferflocken, etwas Honig, Heidelbeeren, Fenchel, Erdbeeren, Kirschen, Kiwis, Pflaumen, … einfach was man mag und was Saison und Garten hergeben.
Dazu (als letztes) dann die frisch gesammelten und kleingeschnittenen Wildkräuter oder Baumblätter der Wahl und fertig ist der gesunde Energieschub für den ganzen Tag!

Nüsse und andere Kerne empfinde ich übrigens sind nicht so gut geeignet im Smoothie (es sei denn man hat einen wirklich starken Mixer, oder die Nüsse vorher eingeweicht), ist aber meine persönliche Meinung. Muss man ausprobieren wie es für einen selbst passt.

Da die Überschrift dieses Kapitels ja „einfach und gesund leben“ lautet, sollte man „einfach“ die Finger von Sachen lassen die eben nicht „einfach“ hergestellt wurden. Ich spreche hierbei nicht von einem selbstgekochten Eintopf oder Suppe die ja ebenso Einiges an Aufwand erfordert, sondern von Lebensmitteln die mit vielen verschiedenen, normalerweise nicht in natürlicher Nahrung zu findenen Stoffen wer-weiß-wie-oft aufgekocht, abgekocht, wieder mit Wasser aufgefüllt und sonstwie noch wie alles bearbeitet wurden bevor sie in einer Dose oder einer Plastiktüte im Supermarkt im Regal als Nahrung für teures Geld gekauft werden können.

Brot backen ist z.B. gar nicht so schwer wie man denken mag.
Brauchen tut man dafür:

etwas Zeit                                   – kostet nichts
Ofen                                            – hat man meist eh in der Küche
Schüssel                                      – gehört auch eigentlich zu einer Standartausstattung in einer Küche
warmes Wasser                           – wir haben Glück, bei uns kommt das aus dem Wasserhahn!!!
Hefe                                            – kann man kaufen (Trockenhefe kostet ca. ,-50/,-60 € im Bio-Laden natürlich) oder selber machen
(Rezept hab ich schon eine Weile, muss ich erst selbst noch ausprobieren wie einfach es wirklich ist. Stelle ich aber auch die Tage online)
Mehl                                           – kaufen (Bio selbstverständlich!). Wer eine gute Mühle hat, kann auch selbst mahlen, ich kaufe leider …
Salz                                            – gehört zur Grundversorgung des Körpers, muss man also eh zu Hause haben.
Auch hier möglichst wenig bearbeitet und so naturbelassen wie es geht.
und seine Hände …                    – und auch die kann man in der Regel „kostenfrei“ selbst benutzen. Hat man Rheuma oder
starke Arthritis    kann man schauen ob es mit dem Knethaken am Mixer funktioniert einen
schönen runden Teig zu bekommen wenn man ihn halten kann, ansonsten muss man leider
wen fragen ob er mal ein bißchen „kneten“ kann. Kinder machen sowas eigentlich ganz gern …

Beispiel Zwei für „einfach“ sind die Wildkräuter …
Kostenlos, draußen, mit Bewegung verbunden, viele gesunde Inhaltsstoffe (gesund), Mineralien die eigentlich fast allen „gekauften“ Salaten etc. haushoch überlegen sind, Vitamine, Spurenelemente, nicht mit Gift bespritzt (man muss allerdings gucken wo man sammelt), nicht kultiviert, erhalten die Artenvielfalt und vieles mehr.
Kräuterkram & Co. sind also kostengünstige und alternativlos zu benennde Mittel mit denen man einfach, natürlich und gesund Essen kann.
Eine kleine Einwendung habe ich dazu allerdings noch: in der heutigen Zeit kann man nie zu 100 % sicher sein, dass nicht evtl. etwas „auf“ die Pflanzen „geregnet“ oder „gestreut“ wird.
Ich rate dazu, alles abzuwaschen. Bei Pflanzenteilen mit Blüten sollte man es sehr vorsichtig abspülen, da sonst natürlich die ganzen kleinen und leichten z.B. Blütenpollen mit abgespült werden.

Und einen ganz wichtigen Punkt noch: NIEMALS einen ganzen Pflanzenbestand in der abernten.
Immer bedenken: es leben Tiere davon UND die Pflanze muss sich erhalten können. Es wichtig dies zu verstehen und zu verinnerlichen.
Wir sammeln nicht in Naturschutzgebieten! Wir sammeln keine Pflanzen die unter Schutz stehen! Wir bewegen uns vorsichtig und umsichtig wenn wir irgendwohin treten!

Und: eines unserer Gesetzte schreibt vor, dass wir „nur“ für den Eigenverbrauch und die Größe „eines Handstrauß'“ wild sammeln dürfen.

Also: mit Bedacht in der Natur bewegen. Wir sind auch Teil von ihr, somit dürfen wir in ihr sein, aber da der Mensch ein Trampel ist, muss er sich halt wie der Elefant im Porzellanladen bewegen – achtsam und angemessen!

 

Einfach und gesund leben

Schreibe einen Kommentar